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aktualisiert am: 06.03.2012

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Wir über uns

Glauchauer Lokführer befassten sich bereits Ende der 70er mit dem Vorhaben, eine für das Bw Glauchau typische Lokomotive nach dem Ende der Dampftraktion dauerhaft zu er halten. Die Wahl fiel auf die 58 3047, die betriebsfähig aufgearbeitet 1983 in die Liste der Museumsloks der Deutschen Reichsbahn aufgenommen wurde. Ein Pflegekollektiv wurde gegründet und sorgte fortan für die ständige Pflege und Unterhaltung der “Reko”, sowie von 74 1230, einer Berliner Stadtbahnlok, die später nach Wustermark abgegeben werden musste. Die Teilnahmen an vielen Lokausstellungen sowie zahlreichen Sonderfahrten brachten für viele Eisenbahnfreunde unvergessene Erinnerungen. Zu den Höhepunkten zählten sicher die Beförderung des legendären “Rheingold” oder die Teilnahme an der Riesaer Jubiläumsparade.

Nach 1989 erwies es sich als unumgänglich, den Gemeinschaftsgedanken um den weiteren Erhalt der 58 3047 auf eine neue Basis zu stellen. Es kam zur Gründung der “Interessengemeinschaft Traditionslokomotive 58 3047 e.V., die als eine Gruppe der Stiftung Bahn-Sozialwerk anerkannt ist.

Die Einsätze der Lok erhöhten sich nach Gründung der IG beträchtlich. Nach Ablauf der Fristen gelang es nach Überwindung von Wiederständen im Jahr 1993 eine Hauptuntersuchung im Ausbesserungswerk Meiningen durchzuführen. Im Glauchauer Lokschuppen wurden neben 58 3047 auch 50 849 und 86 001, die später zum SEM Chemnitz-Hilbersdorf kam, untergebracht. Die Loks gingen mit der Gründung der DB AG 1994 in deren Eigentum über und werden heute von DB Museum Nürnberg verwaltet. Der Verbleib von 58 3047 und 50 849 in Glauchau ist mit einem Pflegevertrag gesichert. Beide Lokomotiven werden auch weiterhin von uns betreut.

Erstes vereinseigenes Fahrzeug wurde 1994 die Großdiesellok 118 770. In kurzer Folge kamen die E-Lok 242 001 (E42 001) und die KÖ 100 126 dazu. Die betriebsfähige Aufarbeitung von E 42 001 in den Auslieferungszustand war eine erste Meisterleistung. 1996 bekam der Lokpark erneut Zuwachs, als die Reichsbahn-Neubaudampflok 23 1097 (35 1097), sowie das “Deutsche Krokodil” der DB 194 280 (E94 280) von Frankfurt am Main nach Glauchau an die Zwickauer Mulde kamen. 23 1097 absolvierte nach ihrer betriebsfähigen Aufarbeitung, in Zusammenarbeit mit der MaLoWa, 1998 die ersten Fahrten und war seit dieser Zeit bis zum Unfall im Jahr 2002 ein gern gesehener Gast bei Ausstellungen, Plandampfveranstaltungen und vor Sonderzügen. Im Jahr 2001 folgte die Wiederinbetriebnahme von 118 770 nach einer im DB-Werk Stendal durchgeführten Hauptuntersuchung.

Nach dem Kauf von E 94 280 begann die Aufarbeitung im DB-Werk Dessau, dessen Mitarbeiter vorzügliche Arbeit leisteten. Die Glauchauer Vereinsmitglieder, welche vor Ort viele Arbeiten selbst durchführten, wurden von ihnen vorbildlich unterstützten. Seit 2001 steht sie als weitere betriebsfähige Lokomotive zur Verfügung.

Ein alleiniger Einsatz unserer Lokomotiven vor Nostalgiezügen ist wirtschaftlich wenig sinnvoll. Deshalb ist besonders 142 001 (E42 001) für die Muldental Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH, bei der unsere Lokomotiven eingestellt sind, im Einsatz. Damit ist die betriebsfähige Unterhaltung vorerst abgesichert.

Als ein Höhepunkt darf der Erwerb des Glauchauer Lokschuppens und einer Teilfläche des Bahnbetriebswerkes bezeichnet werden. Mit Hilfe von Fördermitteln des Regierungspräsidiums Chemnitz und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurde seit dem Jahr 2002 ein Grossteil des Lokschuppendaches in mehreren Bauabschnitten repariert.